Dienstag, 6. November 2018

Kastanientinktur gegen Krampfadern, Hämorrhoiden, Durchblutungsstörungen

Für die Herstellung einer Kastanien-Tinktur benötigts du:
  • Rosskastanien
  • Ansatzalkohol wie zum Beispiel Prima Sprit oder anderen neutralen Alkohol mit mindestens 40 % Vol.
  • Glas zum Reifen der Tinktur, zum Beispiel ein leeres Schraubglas
  • Kaffee- oder Teefilter zum Abseihen der Tinktur
  • Braunglasflaschen zur Aufbewahrung der fertigen Tinktur
  • Optional ein paar Wacholderbeeren, um die Wirkung der Kastanien zu steigern
So stellst du die Tinktur her:
  1. Kastanien waschen und vierteln, optional die Schale entfernen.
  2. Die Kastanienviertel in kleine Stücke schneiden. Alternativ mit einem leistungsstarken Mixer zerkleinern.
  3. Die Kastanienstücke in ein verschließbares Glas geben, bis es halb voll ist. Optional die Wacholderbeeren dazugeben und mit Alkohol auffüllen, bis die Kastanien vollständig bedeckt sind.
  4. Glas verschließen und für vier bis sechs Wochen an einem lichtgeschützten Ort reifen lassen.
  5. Alle zwei Tage vorsichtig schütteln, damit sich die Wirkstoffe besser lösen.
  6. Nach der Reifezeit die Tinktur abseihen und in Braunglasflaschen füllen.
Die braunen Schalen der Kastanien kannst du natürlich ebenfalls verwenden. Allerdings wird die Tinktur dadurch deutlich dunkler. Solltest du die Kastanientinktur zu einer Salbe weiterverarbeiten wollen, sorgt eine helle Tinktur für eine optisch schönere Salbe.
Tipp: Für eine etwas schwächere Tinktur kannst du auch Rosskastanienblüten verwenden. Das ermöglicht es dir die Inhaltsstoffe der Kastanien zeitversetzt bereits im Mai zu nutzen.

Anwendung der Kastanientinktur

Die wertvollen durchblutungsfördernden und antibakteriellen Wirkstoffe können sowohl innerlich als auch äußerlich bei vielen Beschwerden helfen. Das enthaltene Aescin kräftigt die Zellen und reduziert das Austreten von Flüssigkeit. So können Krampfadern, Durchblutungsstörungen und Venenerkrankungen gelindert werden. Die empfohlene Dosierung ist hierfür zwei- bis dreimal täglich 10 bis 30 Tropfen. Du kannst die betroffenen Hautpartien auch mit der Tinktur einreiben um Krampfadern, schmerzende Gelenke, Hexenschuss, Ekzeme, Hautentzündungen und -ausschläge zu lindern.
Bei Hämorrhoiden werden 10 Tropfen der Tinktur täglich mit Wasser oder Tee verdünnt empfohlen. Zusätzlich empfiehlt es sich zweimal täglich eine Kastaniensalbe zu verwenden.
Auch bei Rheuma und Magenkrämpfen kann die Kastanientinktur Linderung verschaffen. Dafür werden zwei- bis dreimal täglich 15 bis 20 Tropfen empfohlen. Äußerlich angewandt kann die Tinktur bei rheumatischen Beschwerden ebenfalls durch Einreiben der betroffenen Regionen helfen.
Beachte:Die Einzeldosis sollte 50 Tropfen nicht überschreiten. Bei frischen Wunden sollte die Dosis auf ein Minimum reduziert werden. Denn die enthaltenen Saponine können sofort ins Blut übergehen und zu Übelkeit und Bauchschmerzen führen.
Tipp: Alkohol trocknet schnell die Haut aus. Bei häufiger äußerlicher Anwendung empfiehlt es sich daher die Tinktur mit ein paar Tropfen Mandel- oder Jojobaöl zu mischen oder die betroffenen Hautpartien nach jedem Einsatz der Tinktur einzucremen. Alternativ kannst du aus der Tinktur auch eine Kastaniensalbe herstellen.

Quelle


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